Eine Erfindung vom alten Wickemeyer

Unser tägliches Brot.......

 Unser beliebtester Classicer ist wohl unser Röst/Roggenbrot.

Ein nahezu 100%iges Roggenbrot mit einem 4 Stufig geführtem Sauerteig.

Ein Brot das vom ersten Herstellungstag bis heute,weder seine Form,Rezeptur,noch seinen Geschmack und Haltbarkeit verändert hat.

Wenn Sie dieses Brot einmal vergleichen,finden Sie nicht viele Handwerksbäcker,die dieses reine Roggenbrot so nachbacken könnten.

Gottlob hat unser Brotabwieger schon mehr als 60 Jahre seinen Dienst getan um die Form des bekannten Brotes beizubehalten.

Für den Fall der Fälle,haben wir vor wenigen Jahren aus einer Backstubenauflösung ein zweites,baugleiches Model erstanden,falls die alte Mechanik mal seinen Geist aufgibt.Somit steht wohl fest,daß wir für die nächsten Jahrzehnte die Form in die Filialen schaffen können.

Unser Parderborner Landbrot,so heisst nämlich dieses Brot mit Fachbezeichnung, ist wohl unser Steckenpferd und darauf sind wir zurecht, mächtig stolz !!!!

Aber das sollen Sie selbst einmal erfahren und können vieleicht mein geschriebenes bestätigen.

Aber das ist nicht das einzigtse Brot was uns exelent gelingt!

  

Ich wurde vor kurzem gefragt,die Kundin nahm sich ein Leinsamenbrot mal vom Supermarkt mit:

"Sagen sie mal,Herr Drewenstedt,ich kaufe eigentlich immer ihr Leinsamenbrot weil das so eine durchschlagende Kraft hat,wenn sie wissen wie ich das meine.....also ich nahm ein Paket aus dem Supermarkt X mit, von der Großbäckerei *********** und ich hatte so eine Verstopfung,da ging bei mir garnichts mehr,daß kenne ich von Ihrem Brot garnicht.

 

 Wenn ich aber abends mein Leinsamenbrot von Ellermeier esse bekomme ich morgens nicht schnell genug den Schlüpper anne Knie gezogen.Wie kommt denn das ? "

 

Ich musste richtig lachen wegen dem Schlüpper und den Knieen!!

Die Ölsaaten die wir am nächsten Tag,zum Beispiel im Leinsamenbrot, verbacken wollen,weichen wir eine Nacht lang in heissem Wasser ein.Die Fachbezeichnung hierfür heisst Brühstück.

Weil das Getreide/Ölsaaten in heissem Wasser vorquellen darf.

Trockener Leinsamen,wenn er denn nicht vorgequollen wird,würde aus dem menschlichen Darm versuchen Feuchtigkeit zu ziehen und dann hat man genau das Gegenteil an Ergebniss,denn aus dem Brotteig bekommt der Leinsamen nicht schnell genug die Feuchtigkeit um genügend zu quellen.

Durchschlagende Wirkung bekommt man nur,wenn man zum trockenen Leinsamen auch reichlich trinkt.....viel trinkt, oder ihn lange genug in Wasser einweicht.

Das Vorquellen ist natürlich mit Arbeit verbunden und die Eimer stehen ja auch eine Weile im Weg,aber der Effekt lässt sich nur mit Vorarbeit erzielen.

Wir nehmen uns die Zeit und stellen uns die Eimer in den Weg,jedoch sind Sie als Kunde doch Derjenige,der uns die höchste Punktzahl gibt,wenn es die Wirkung bringt,die auch erwartet wird.

Und ausserdem bringt die Feuchtigkeit auch eine längere Frische mitsich.

Wir bleiben deshalb bei althergebrachten Backweisen und nehmen uns die Zeit,die gutes Brot halt braucht.

Erst in den Morgenstunden kommt unser Brot dann nach und nach in die Geschäfte und wird teils noch heiss an unsere Kunden verkauft.

Ich sehe oft bei Großbäckereien,daß das gesamte Sortiment,auch Brot,schon morgens um 6 Uhr im Ladenregal liegt.

Brot backt durchschnittlich 1-2 Stunden.Dann kommt der Versand und Transport noch dazu.Stelle ich mir vor,daß Brot um 6 Uhr im Laden liegt,weiss ich wann es produziert wurde.....Machen Sie sich mal Ihre eigenen Gedanken.Ich freue mich jedenfalls und meine Leute im Verkauf ebenso,wenn die Brote noch warm verkauft werden können.

Wir arbeiten nicht nur mit Roggensauerteig,sondern haben jeden Tag auch einen Weizenvorteig oder auch Weizensauer genannt in Vorbereitung.Das ist ein Weißbrotteig oder Brötchenteig,der komplett zubereitet 24 Stunden in der Kühlung bei ca 3 Grad Celsius gelagert wird.

In der langen Lagerzeit bilden sich Aromen aus,Enzyme arbeiten im Teig und die natürlichen Proteine(Eiweisse) wirken positiv und es ergibt ein perfektes Anstellgut für den nächsten Brötchen oder Weißbrotteig.

Backtechnologisch wirkt sich das besonders gut auf den frischen,zu backenden Weissteig aus und es kann auf Backhilfsmittel verzichtet werden.

So haben unsere Großväter auch gearbeitet.

Backhilfsmittel hat es vor Hundert Jahren ja garnicht gegeben.Somit bleiben wir unserer Linie treu und können mit den einfachsten Dingen die besten Ergebnisse erzielen.Es macht halt nur im Vorfeld ein bischen mehr Arbeit.Aber davor sind wir nicht " bange " 

Unser Röstbrot ist z.B. eine Erfindung vom Gründervater Wickemeyer.Verwechseln Sie bitte nicht Röstbrot und Doppelback.

Das Doppelback, wird nach der kompletten Backzeit,von beiden Seiten noch einmal geröstet.

Da verliert das Brot aber zu viel Feuchtigkeit.

Sie können es vergleichen mit einer Scheibe Toastbrot,daß Sie noch einmal toasten.

Solange die Scheibe Toast noch warm ist,fällt es Ihnen nicht auf,aber wenn es ausgekühlt ist,ist die Scheibe knochentrocken.

Unser " Röstbrot "  wird nach dreiviertel der Backzeit von beiden Seiten geröstet und ist dann nicht länger im Ofen als das bekannte Grau oder Roggenbrot.

Unser Röstbrot ist saftig und dennoch durch die Röstaromen herrlich würzig.

Da wir ein 100% reines Roggenbrot backen,ist es demnach auch hoch im Säuregehalt.Durch die hohe Konzentration dafür aber sehr lange haltbar und unglaublich urig und geschmackvoll.

So,wie ein echtes Paderborner Landbrot sein sollte.

Wer jedoch die reinen Roggenbrote nicht so gut verträgt,aufgrund des Säuregehaltes,dem bieten wir vom Schlesier(Roggenmischbrot) bis hin zum Kassler(Weizenmischbrot) immer die passende Menge an Roggen und Weizenanteil an.

Übrigens,schützt die Säure länger vor Schimmelbefall,deshalb wird unser Brot eher trocken,als schimmelig.

 

Noch ein Tip unter Freunden.......

Toasten Sie doch mal eine Scheibe Roggenbrot,zweimal hintereinander oder braten Sie die Scheibe mit Butter in der Pfanne,bis sie richtig kross ist.......da läuft mir schon beim schreiben die Spucke im Mund zusammen,so lecker ist das!!